Das Sultanat Oman: der geheimnisvolle Wüstenstaat

Der schöne Palast von Jabrin bei Bahla im Oman

Wer sich als Tourist in das Sultanat Oman begibt, ist ohne Zweifel erlebnis- und abenteuerlustig. Obwohl das arabische Land in Europa bislang noch nicht unbedingt als beliebtes Reiseziel geführt wird, ist es dennoch eine Reise wert. Denn den Oman umweht das Flair der Märchen aus 1001 Nacht. Darüber hinaus ist der Wüstenstaat eine tolle Destination für alle Tauchfreunde und Strandliebhaber, denn die Strände hier sind nichts weniger als paradiesisch. Außerdem verfügt das Sultanat Oman mit seinen rund fünf Millionen Einwohnern über eine reiche orientalisch geprägte Kultur in die einzutauchen ein sehr spannendes Ansinnen ist.

Der Oman als Taucherparadies

Auf Grund des insgesamt eher geringen touristischen Aufkommens im Land sind die Strände des Oman bislang noch weitgehend als unberührt zu bezeichnen. Ganz besonders um die Hauptstadt Maskat herum, sowie in der Region Salalah im Süden des Oman, drängt sich ein hervorragendes Tauchspot an den anderen. Wer den Oman in erster Linie zum Tauchen besuchen möchte, sollte am besten in den Monaten Oktober bis Februar anreisen. Die Wassertemperatur liegt dann in etwa zwischen 24 und 28 Grad Celsius und das Meer ist weitgehend ruhig. Unter Wasser beträgt die Sichtweite in diesem Zeitraum stets um die 20 bis 25 Meter, was hervorragende Einblicke in die Unterwasserwelt des Arabischen Meeres verspricht.

Das Sultanat bietet viele Pläze zum Tauchen

Vor Ort gibt es eine große Auswahl an professionell geführten Tauch-Basen und Tauchschulen. Die Tauchlehrer sind bestens qualifiziert und unterrichten sowohl Anfänger als auch versierte Taucher auf höchstem Niveau. Die notwendige Tauchausrüstung kann überall ausgeliehen werden. In vielen Tauchschulen sprechen die Lehrer sogar Deutsch. Die Tauchreviere des Landes liegen allesamt in einer Tiefe zwischen fünf und 30 Metern.

Die schönsten Tauchreviere

Viele Tauchreviere der Region Salalah gruppieren sich um das Fischerdorf Mirbat herum. Die Gegend ist für ihre ausladenden bunten Korallenriffe berühmt. Für Tauchneulinge eignet sich besonders die Eagle Bay. Im Flachwasser kann man sich zunächst beim Schnorcheln an die farbenfrohe Unterwasserwelt herantasten. Dann geht es unter fachkundiger Anleitung, inmitten einer gut geschützten Bucht, mit Mantas, Korallen und Garnelen auf Tuchfühlung. Beim Tauchplatz Chinese Wreck handelt es sich um ein beeindruckendes unter Wasser liegendes Schiffswrack, in dem noch zahlreiche mit dem Schiff versunkene Ausstattungsgegenstände liegen, wie zum Beispiel Porzellan. Dazwischen schwimmen allerhand Meeresbewohner umher.

Dieser Tauchgang ist auch für Anfänger geeignet. Bereits ein wenig Taucherfahrung haben sollte wer sich auf die Hallanyat Inseln zum Wrack der City of Winchester begibt. Hier können die Überreste eines Kriegsschiffes aus dem Ersten Weltkrieg erforscht werden. Rund herum kann Buckelwalen begegnet werden. Von der Hauptstadt Maskat aus lohnt es sich mit der Fähre zu den Daymaniyat Inseln überzusetzen. Die Insel ist als Naturschutz- und Vogelbrutgebiet ausgewiesen. Die Korallenriffe rund um die Daymaniyat Inseln sind artenreich und mit allerhand Farnen durchzogen. Leoparden- und Walhaie sind hier genauso häufig anzutreffen wie die unterschiedlichsten Schildkrötenarten. Die Daymaniyat Inseln ziehen Taucher sämtlicher Leistungsstufen an.

Sultanat Oman: Land der Traditionen

Neben einer wundervollen Landschaft und Unterwasserwelt hat der Oman auch spannende Traditionen zu bieten. Und immer bewegt sich der Wüstenstaat dabei am Scheideweg zwischen dem alten Orient und der Moderne. Der Großteil der Einwohner des Omans ist muslimischen Glaubens, weshalb muslimische Traditionen sehr hoch gehalten werden. Es gibt eine große Anzahl an Moscheen im Land, in denen fünf Mal am Tag gebetet wird. Viele Bürger halten sich zudem bis heute an traditionelle Kleidungsvorschriften. Männer tragen die Dishdasha. Das ist eine Art langes weißes Gewand, das mit einer bunten Quaste am Kragen versehen ist. Vor allem Beamte und Männer in hohen gesellschaftlichen Positionen tragen bis heute täglich die Dishdasha.

Sehenswürdigkeit - das Fort in Bahla im Oman

Zu Feierlichkeiten trägt man darüber einen farbenfrohen Mantel, den Bisht. Ein silberner Dolch namens Kanjar symbolisiert die Würde und den Reichtum des Trägers. Auf dem Kopf wird eine Kappe balanciert, die Kumma genannt wird. Frauen behängen sich in der Öffentlichkeit mit der Abbaya, einem schlichten schwarzen Mantel. Darunter verbirgt sich zwar häufig schicke Kleidung, doch die wird nur im Kreise der Familie gezeigt. Der Kopf wird außerhalb der eigenen Wände mit einem Kopftuch bedeckt. Oft wird auch noch eine Gesichtsmaske, die Burqa getragen.

Wer zu Besuch im Oman ist sollte sich selbst immer angemessen kleiden und sich nicht zu freizügig zeigen. Auch was Meinungsäußerungen anbetrifft ist im Oman Zurückhaltung geboten, vor allem dann, wenn politische Themen besprochen werden.

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