Im Königreich Bahrain auf der Arabischen Halbinsel, nördlich der Hauptstadt Manama, findet sich ein imposanter Ruinenhügel, der einst das Hauptzentrum der Dilmun-Hochkultur war. Seine einzelnen Schichten erzählen eine Kulturgeschichte, die bis in das 3. Jahrtausend v. Chr. zurückreicht. Die archäologische Ausgrabungsstätte Qal‘ at al-Bahrain wurde 2005 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Wer diesen magischen Ort auf Reisen oder im Urlaub in Arabien aufsucht, wandelt im wahrsten Sinne des Wortes auf den Spuren großer Kulturen und Herrscher.
Fort Qal‘ at al-Bahrain – Geschichte der Sehenswürdigkeit
Zu dieser Zeit lebte und wirtschaftete die Dilmun-Kultur auf der Insel, die hier ihre Hauptstadt mit Stadtmauer, Wohnanlagen und Vorratsspeichern errichtete, auch ein natürlicher Hafen war einst vorhanden. Der antike Ort galt als Handelsplatz und wirtschaftliches Zentrum.
Aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. existieren Fundamente eines Palastes, der von den Kassiten errichtet wurde. Auch Zeugnisse persischer, griechischer, sassanidischer und osmanischer Herrschaft finden sich an diesem bedeutenden Ort. Das letzte Relikt, das sich imposant aus der Landschaft erhebt, ist das Fort Bahrain, das die Portugiesen im 16. Jahrhundert erbauten.
Die Ausgrabungen in Qal‘ at al-Bahrain, die 1954 begonnen haben, dauern bis heute an, denn immer noch sind zahlreiche Geheimnisse unter der Erde zu bergen. Am Fort befindet sich auch ein kleines Museum, das den Besuch der historischen Stätte mit zahlreichen Informationen untermauert.